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9. Februar 2017

Ein Mini-Gerät zur Dosierung von Wirkstoffen

Basierend auf einer Erfindung aus der Uhrenindustrie haben Forschende ein Mini-Dosierungsgerät entwickelt, das mit Wirkstoffen gefüllt werden kann und diese in regelmässigen Abständen abgeben kann.

Ein Forschungsteam an der Columbia Universität in New York hat ein Gerät entwickelt, einen Zentimeter gross, bestehend aus biokompatiblem Kunststoff. Herkömmliche implantierbare Geräte sind oft statisch. Dieses Gerät hingegen basiert auf einem sogenannten Malteserkreuzgetriebe (engl. Geneva Drive), einer Erfindung, die auch in Uhrwerken zum Einsatz kommt. Das Gerät umfasst insgesamt sechs kleine Kammern, in die Wirkstoffe eingelagert werden können.

Mini-Gerät wird implantiert

Die Idee besteht darin, diese Mini-Geräte am Ort, wo sie gebraucht werden, zu implantieren, zum Beispiel in der Nähe eines erkrankten Organs. Das Team hat das Gerät in ersten Tests mit Krebsmedikamenten gefüllt und in krebskranke Mäuse implantiert. Über einen Magneten konnte das Gerät alle zwei Tage aktiviert werden, sodass Wirkstoff freigesetzt wird. Damit haben die Forscher in Tests bessere Behandlungsergebnisse erzielt als eine hochdosierte Standardtherapie.

Ein neues Mini-Gerät auf Basis einer Entwicklung aus der Uhrenindustrie kann regelmässig Wirkstoffe abgeben. http://bit.ly/2lndLMr #iph
Geneva Drive
Das Mini-Dosierungsgerät basiert auf einem sogenannten Malteserkreuzgetriebe (engl. Geneva Drive), einer Erfindung, die auch in Uhrwerken zum Einsatz kommt.
 

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