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25. August 2017

Ist CFS eine physiologische Erkrankung?

Patienten, die am chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) leiden, zeigen in einer Studie erhöhte Entzündungswerte. Die Autoren sind überzeugt, dass CFS eine physiologische Ursache hat und keine psychosomatische.

Sie bringt eine unüberschaubare Reihe an Symptomen mit sich, die es schwierig macht, die Krankheit zu fassen. Menschen, die an CFS (chronic fatigue syndrome) leiden, klagen über geistige und körperliche Erschöpfung, Hals-, Kopf-, Muskel-, Gelenkschmerzen, aber auch über Konzentrations-, Gedächtnis- und Schlafstörungen.

Diagnosestellung ist schwierig

Daher bleibt die Krankheit in vielen Fällen unentdeckt oder wird einer anderen Krankheit zugeschrieben. Die Zahl der Betroffenen ist eine reine Schätzung. Eine Studie aus den USA geht von 0,3 Prozent der Bevölkerung weltweit aus.

Vermehrte Zytokine weisen auf einen physiologischen Krankheitsursprung

Trotz intensiver Forschung ist die Ursache von CFS bisher ungeklärt. Nun lässt eine neue Studie der Universität Stanford aufhorchen. Die Forschenden unter-suchten Blutproben von 192 CFS-Patienten und fanden dabei erhöhte Werte bei 19 von insgesamt 51 untersuchten Zytokinen. Zytokine sind Proteine, die – falls sie im Blut vermehrt vorkommen - einen Hinweis auf eine Entzündung geben können. Das Forschungsteam konnte feststellen: Je stärker ein Patient an CFS litt, umso höher waren die Werte dieser 19 Zytokine.

Die Forschenden schliessen daraus, dass CFS einen physiologischen Ursprung hat, nicht einen psychosomatischen, und deshalb nicht mit psychologischen Behandlungen oder mit Antidepressiva behandelt werden soll. Der Grund für die erhöhten Zytokin-Werte bleibt aber weiter unklar.

Forschende sehen Verbindung zwischen erhöhten Entzündungswerten und dem chronischen Erschöpfungssyndrom #CFS. http://bit.ly/2vlhNGm #iph
Chronisches Erschöpfungssystem - CFS
Chronisches Erschöpfungssystem - CFS
 

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