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31. August 2017

Mehr zugelassene Medikamente

Im Jahr 2016 nahm die Zahl der durch Swissmedic zugelassenen Medikamente gegenüber dem Vorjahr um 1.3% zu und belief sich auf insgesamt 8 417 Human- und Tierarzneimittel.

Alle Medikamente, die in der Schweiz erhältlich oder für den Export aus der Schweiz bestimmt sind, müssen vom Schweizerischen Heilmittelinstitut (Swissmedic) zugelassen werden. 2016 wurden 42 Humanarzneimittel mit neuen Wirkstoffen zugelassen. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, ging der gesamte Bestand der Zulassungen stark zurück. Im Jahr 1990 betrug deren Zahl 10 119 Einheiten. Damit lag sie um über 1 700 Einheiten höher als heute.
Aufgrund des jeweiligen Nutzen-Risiko-Verhältnisses teilt Swissmedic die Human- und Tierarzneimittel in unterschiedliche Abgabekategorien ein, die gleichzeitig auch Auskunft über die Abgabeberechtigung geben. 2017 entfielen auf die Abgabekategorien A und B (verschreibungspflichtig) 67% aller zugelassenen Medikamente.

Spezialitätenliste entscheidend für die Vergütung durch die Krankenkasse

Nicht alle Medikamente werden von den Krankenkassen vergütet. Die kassenpflichtigen Medikamente sind in der sogenannten Spezialitätenliste (SL) des Bundesamts für Gesundheit (BAG) aufgeführt. Deren Umfang hat in den letzten Jahren zugenommen, unter anderem auch deshalb, weil Generikahersteller verpflichtet sind, alle Packungsgrössen des Originalpräparats anzubieten. Die SL umfasste Ende 2016 insgesamt 2 948 Präparate in 9 784 Packungen. 93% davon waren verschreibungspflichtig (Abgabekategorien A und B), die restlichen 7% waren rezeptfrei erhältlich (Abgabekategorien C und D). 2016 waren über 41% aller SL-Packungen Generika. Von den 2016 neu in die SL aufgenommenen Packungen waren es über 55%.

Grossteil der Medikamente ist kassenpflichtig

Nicht alle Medikamente, die von der Grundversicherung vergütet werden, sind verschreibungspflichtig. Zwar ist der Grossteil der kassenpflichtigen Arzneimittel, die 2016 wertmässig rund 83.8% des Gesamtmarkts ausmachten, verschreibungspflichtig. Es gibt aber auch rezeptfrei erhältliche Medikamente, die von der Grundversicherung bezahlt werden (4.5% des Gesamtmarkts). Dafür ist in jedem Fall eine ärztliche Verschreibung notwendig. Liegt kein Rezept vor, so werden die Kosten auch nicht von der Grundversicherung übernommen. Umgekehrt ist wertmässig etwas weniger als die Hälfte des Markts der nicht kassenpflichtigen Medikamente verschreibungspflichtig. Dazu zählen etwa hormonelle Verhütungsmittel.

Weitere statistische Informationen zum Pharma-Markt Schweiz erhalten Sie in der der gleichnamigen Broschüre, Ausgabe 2017.

Medikamentenmarkt Schweiz: 2016 wurden 42 Humanarzneimittel mit neuen Wirkstoffen zugelassen. http://bit.ly/2vLGzic #iph
Medikamentenmarkt nach Kassenpflicht nach Wert
Medikamentenmarkt nach Kassenpflicht nach Wert
 

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