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23. Januar 2018

Danke Stiftung Forschung 3R

Gestern wurde die Stiftung Forschung 3R nach 30 Jahren mit einem Symposium verabschiedet. Die Gründung dieser Stiftung war 1987 eine europäische Pionierleistung. 2018 entsteht nun das neue nationale Kompetenzzentrum 3RCC, das die Stiftung ablöst.

Die Gründung der Stiftung Forschung 3R vor 30 Jahren war eine europäische Pionierleistung. Das gemeinsame Engagement von Politik, Tierschutz, Behörden und Pharmaindustrie zeigte beispielhaft auf, was erreicht werden kann, wenn sich unterschiedliche Akteure an einen Tisch setzen und gemeinsame Ziele verfolgen. Nach 30 Jahren wurde gestern der Stiftung mit einer Abschiedsveranstaltung im Inselspital Bern gedankt. Verschiedene Referentinnen und Referenten würdigten die Tätigkeiten und Erfolge der Stiftung und verdeutlichten die aktuelle 3R-Forschung sowie deren Umsetzung. Rund 140 Personen aus Politik, Behörden, Wissenschaft, Tierschutz und Industrie nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Errungenschaften der 3R-Forschung in der Schweiz

Die 3R-Prinzipien (Reduce, Refine, Replace) finden immer mehr Beachtung in der Forschung. Die Zahl der eingesetzten Tiere ging sich Schweizer Tierversuchsstatistik kontinuierlich zurück. In der Schweiz stand am Anfang dieser Entwicklung die Stiftung Forschung 3R. Die Stiftung unterstützte die Forschung für bessere Methoden oder Alternativen zu Tierversuchen und wurde von Beginn an durch den Bund und Interpharma paritätisch finanziert. In den letzten 30 Jahren hat die Stiftung 146 Forschungsprojekte aus 482 Beitragsgesuchen mit einem Betrag von insgesamt rund 18,8 Millionen Franken unterstützt. Diese Projekte sind von einem Expertengremium beurteilt und begleitet worden.

Im Dezember 2017 wurde das neue nationale Kompetenzzentrum 3RCC, das die Stiftung Forschung 3R ablöst, vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) genehmigt. Damit sollen die 3R-Prinzipien in Zukunft noch stärker gefördert werden. Neben dem SBFI beteiligen sich die Hochschulen, der Schweizer Tierschutz, das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und Interpharma am neuen dezentralen Kompetenzzentrum, das an der Universität Bern angesiedelt ist.

Die Bedeutung der 3R für die Pharmaindustrie

Die forschenden pharmazeutischen Firmen in der Schweiz sind sich ihrer Verantwortung im Bereich 3R bewusst und sind basierend auf der im Jahr 2010 geschaffenen Zehnpunktecharta bestrebt, die hohen Standards bei Tierversuchen durch konkrete Projekte laufend weiterzuentwickeln und weltweit Verbesserungen zu implementieren. Die Unterstützung der Stiftung und des neuen 3RCC Kompetenzzentrums ist Zeichen eines klaren Bekenntnisses der Industrie, dass Tierversuche nur insoweit durchgeführt werden sollen, als sie für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn notwendig sind. Entsprechend sind belastende Tierversuche auf das unerlässliche Mass zu beschränken.

Interpharma bedankt sich bei der Stiftung Forschung 3R und ihren Mitgliedern für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit der Entstehung des neuen Kompetenzzentrums wird ein neuer Meilenstein in der 3R-Forschung gelegt.

Die Stiftung Forschung #3R wurde gestern mit einem Symposium im Inselspital Bern verabschiedet. http://bit.ly/2DESHtH #iph
Logo der Stiftung 3R
Die Stiftung Forschung 3R bezweckt, die Forschung auf dem Gebiet der Alternativmethoden zu Tierversuchen zu fördern.
 

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