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12. Februar 2018

Zwölf Diagnosen, sieben Verordnungen

2016 wurden in Schweizer Arztpraxen 97.9 Millionen Diagnosen gestellt und 62.7 Millionen Verordnungen ausgestellt. Damit kam es pro Kopf zu rund zwölf Diagnosen und sieben Verordnungen. Nur die Hälfte aller Diagnosen wurde medikamentös behandelt.

2016 wurden in Schweizer Arztpraxen rund 97.9 Millionen Diagnosen gestellt. Das sind pro Kopf rund 12 Diagnosen. Etwas mehr als die Hälfte dieser Diagnosen wurde ohne Arzneimittel behandelt, bei etwas weniger als der Hälfte wurden Arzneimittel verschrieben. Insgesamt kam es 2016 zu 62.7 Millionen Verordnungen (Verschreibung rezeptpflichtiger Medikamente). Im Durchschnitt entfielen auf jede in der Schweiz lebende Person etwas mehr als sieben Verordnungen.

Häufigste Diagnosen: psychische Krankheiten

Psychische Krankheiten waren 2016 die am häufigsten gestellten Diagnosen (11.3 Millionen), gefolgt von Erkrankungen des Nervensystems und der Sinnesorgane (11.2 Millionen), Herz-Kreislauf-Krankheiten (10.7 Millionen) sowie Erkrankungen des Bewegungsapparats (9.6 Millionen).

Bei der Statistik der ambulanten Verordnungen stehen die Medikamente zur Behandlung von Krankheiten des Nervensystems (z.B. Schmerzmittel) an erster Stelle. Die Herz-Kreislauf-Präparate stehen an zweiter Stelle, gefolgt von den Medikamenten zur Behandlung von Stoffwechsel-Krankheiten. Damit spiegelt sich die Bedeutung der Herz-Kreislauf-Krankheiten als häufigste Todesursache auch bei der Zahl der Verordnungen wider.

Leichte Zunahme der Diagnosen und Verordnungen

Zwischen 2006 und 2016 hat die Zahl der Diagnosen und die Zahl der Verordnungen zugenommen, aber gleichzeitig ist auch die Bevölkerung in diesem Zeitraum gewachsen. Folglich ist die Zahl der Verordnungen und die Zahl der Diagnosen pro Einwohner nur leicht angestiegen.

Weitere Informationen und die grafischen Darstellungen sind in der Publikation «Gesundheitswesen Schweiz 2018» auf der Interpharma-Website www.interpharma.ch unter «Fakten und Statistiken» zu finden.

Die Zahl der #Diagnosen und #Verordnungen hat im Jahr 2016 leicht zugenommen http://bit.ly/2Ce8VVE #iph
Diagnosen in der Arztpraxis
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