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28.06.2012

Immer mehr Melanomfälle – Fortschritte in der Behandlung

Ein Melanom ist die tödlichste Form von Hautkrebs. Gemäss aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik erkranken in der Schweiz jedes Jahr etwa 2000 Menschen neu an einem Melanom. Doch es gibt neue Therapieformen in der Behandlung.

Besonders beunruhigend ist, dass die Zahl an Neuerkrankungen in den vergangenen zwanzig Jahren stark zugenommen hat: Bei den Frauen um 50 Prozent, bei den Männern gar um 80 Prozent. Die Schweiz hat damit eine der höchsten Raten weltweit. Gründe dafür könnte es mehrere geben: Insbesondere Sonnenbrände in der Kindheit können im späteren Leben das Entstehen von Melanomen begünstigen. Aber auch das veränderte Freizeitverhalten oder exzessive Solariumsbesuche können zum Ausbruch von Hautkrebs führen.

Verbessern der Überlebenschancen

Wird ein Melanom in einem frühen Stadium entdeckt, sind die Heilungschancen gut. Allerdings nehmen die Chancen rapide ab, falls der Krebs bereits weitere Herde in anderen Teilen des Körpers gebildet hat.

Während vielen Jahren wurden kaum Fortschritte in der Behandlung von Melanomen erzielt. In den vergangenen zwei Jahren wurden jedoch zwei neue Wirkstoffe zugelassen, welche die Überlebenschancen von Melanompatienten merklich verbessert haben. «Zum ersten Mal stehen Behandlungen zur Verfügung, welche die Prognose von fortgeschrittenen Melanomerkrankungen signifikant beeinflussen können», erklärt Reinhard Dummer, Professor an der Dermatologischen Klinik der Universität Zürich.

Neue Behandlungswege

Die Stärke des einen Medikaments, eines sogenannten Kinase-Inhibitors, liegt darin, dass die Wirkung umgehend eintritt. Allerdings ist sie begrenzt: Durchschnittlich hält der Therapieerfolg sechs bis acht Monate an.

«Der andere Wirkstoff, ein monoklonaler Antikörper, hat einen langanhaltenden positiven Effekt auf die Überlebenszeit der Patienten», so Dummer. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Behandlung dieses Medikaments relativ kurz ist (4 Infusionen in 12 Wochen). Ein Nachteil besteht darin, dass nur etwa 20 Prozent der Patienten von der Behandlung mit dem Antikörper profitieren. Warum das so ist, ist unklar. Offenbar gibt es genetische Gründe, die dazu führen, dass ein Grossteil der Patienten nicht auf diesen Wirkstoff anspricht, allerdings konnte in der Entwicklung nicht entdeckt werden, welche Faktoren dafür verantwortlich sind und entsprechend können diese Patienten auch nicht vorgängig mit Hilfe eines Tests ausgeschlossen werden.

Neue Medikamente können die Überlebenschancen von Melanom-Patienten beeinflussen. http://bit.ly/LhZ8hq #iph
Hautkrebs Bilder: Melanom
Die Anzahl der Melanomfälle steigt. Die Schweiz hat eine der höchsten Neuerkrankungsraten weltweit.
 

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