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18.10.2011

Neue Impulse zur Reduktion von Tierversuchen

Gegen 1000 akademische Forscher bekennen sich unterdessen zu dem in der „Basler Deklaration“ festgeschriebenen Ziel, den Einsatz von Tierversuchen im Bereich der universitären Forschung zu reduzieren.

Bei einer Tagung gestern und heute in Berlin zogen die Initianten eine Zwischenbilanz der „Basler Deklaration“. Forscher hauptsächlich aus der Schweiz und aus Deutschland hatten die Deklaration am 29. November 2010 in Basel verabschiedet. Ziel der Initiative: Im Bereich der Tierversuche soll der Grundsatz 3R (replace, reduce, refine – ersetzen, reduzieren, Belastung für die Versuchstiere minimieren) durchgesetzt und ein aktiver Dialog mit der Öffentlichkeit gepflegt werden. Die akademischen Forscher folgten damit dem Vorbild der forschenden Pharmafirmen der Schweiz, die zuvor eine entsprechende Charta vereinbart hatten.

Dialog pflegen

Gegen 1000 akademische Forscher weltweit haben die „Basler Deklaration“ seit der Verabschiedung vor einem Jahr unterzeichnet und sich damit zu den Inhalten des Aufrufs bekannt. Dieser Zuspruch sei „ein Erfolg“, sagte Prof. Stefan Treue vom Primatenzentrum Göttingen anlässlich der Tagung in Berlin. Prof. Michael Hengartner, Molekularbiologe an der Universität Zürich und ebenfalls Mitinitiant der Initiative, rief die versammelten Forscherinnen und Forscher auf, den Dialog mit Tierschutzorganisationen und der breiten Öffentlichkeit aktiv zu suchen und zu pflegen.

Neue Gesellschaft gegründet

Diesem Zweck dient künftig auch die „Basel Declaration Society“, die Anfang Oktober 2011 ins Leben gerufen wurde. Sie ist konzipiert als Grassroot-Organisation, also als eine hauptsächlich durch Mitglieder aus der Forscher-Gemeinschaft getragene Organisation, die die Ziele der „Basler Deklaration“ mit Leben erfüllen und in die Welt hinaus tragen will. Dass die Organisation eine starke Schweizer Wurzel hat, schafft für Gründungspräsident Rolf Zeller, Entwicklungsbiologe an der Universität Basel, eine gute Voraussetzung für eine fruchtbare Arbeit. Die Schweiz spiele bei der Vermeidung von Tierversuchen nämlich eine „Vorreiterrolle“, sagt Zeller mit Blick auf die neue, ab 2013 wirksame EU-Direktive zur Vermeidung von Tierversuchen: „Sehr viel, was die EU-Direktive will, ist in der Schweiz schon Gesetz.“

Immer mehr Wissenschaftler bekennen sich zur „Basler Deklaration“, die Tierversuche in der Forschung vermindern wi http://bit.ly/uvQ4sz #iph
Basler Deklaration Logo
Der Dialog mit der Öffentlichkeit soll verstärkt gepflegt werden. Dies ist eines der Ziele der "Basler Deklaration".
 

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