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Die bereits beschlossenen Reformen im Schweizer Gesundheitswesen würden sich künftig auszahlen, heisst es im neusten Bericht der OECD. Insbesondere die Reformen der Spitalfinanzierung hätten das Potenzial, die Spitäler zu entlasten. Bei den Medikamentenpreisen würden die vergangen Reformen bereits jetzt Wirkung zeigen. Zudem gebe es Potenzial, um in Zukunft den Wert „Value for Money“ zu erhöhen.
Mehr Bedarf an Pflege
Schon heute sei die Schweizer Bevölkerung älter als in den meisten OECD Ländern und werde noch älter werden. Gleichzeitig würden chronische Krankheiten stark zunehmen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, seien Anpassungen der Strukturen im Gesundheitswesen nötig, so die OECD. Der stationäre Bereich in der Schweiz sei im Vergleich zu anderen Ländern oft ein Kostentreiber. Die heutige Versorgung in den Spitälern sei aber nicht geeignet, um der wachsenden Anzahl Menschen mit ständiger Pflegebedürftigkeit gerecht zu werden.
Fokus auf wirksame Gesundheitsförderung, Prävention und Früherkennung
Deshalb müsse der Blickwinkel geändert und auf Programme zur Gesundheitsförderung, Prävention und der Grundversorgung gerichtet werden. Der Fokus müsse dabei auf wirksame Massnahmen gelegt werden, wie beispielsweise Brustkrebs-Screenings und Impfungen.
Effizienz in Versorgung stärken
Wichtig sei ferner, dass die Effizienz in der Gesundheitsversorgung und bei den Ausgaben für Medikamente gestärkt werde. Dazu sei ein Fokuswechsel von der akuten Spitalversorgung hin zur ambulanten Versorgung und Pflegestrukturen für Menschen nötig, die auf Langzeitpflege angewiesen seien, für psychisch Kranke und solche die palliative Pflege bedürfen. Ausserdem seien Rahmenbedingungen zu schaffen, um das Augenmerk bei der Verschreibung und beim Gebrauch von Medikamente auf die Qualität und die Kosteneffizienz zu richten. Gemäss OECD betragen die Ausgaben für Medikamente ausserhalb des stationären Bereichs nur 10 Prozent, was verglichen mit dem Durschnitt der OECD-Länder von 17 Prozent relativ gering sei.
