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Seit Jahren suchen Wissenschafter nach Möglichkeiten, um Parkinson mit Stammzellen zu behandeln. Die Idee dahinter ist einleuchtend: Parkinson entsteht, wenn im Gehirn bestimmte Zellen absterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Die Muskeln von betroffenen Patienten beginnen in der Folge zu zittern oder werden starr. In der Schweiz leiden etwa 15 000 Menschen an Parkinson.
Bisher nur Symptome bekämpfen
Dieser Verlust an Zellen soll mit Hilfe von Stammzelltherapien wieder wettgemacht werden, denn aus Stammzellen können neue Dopamin-produzierende Zellen entstehen, die dann ins Gehirn von Parkinson-Patienten injiziert werden sollen. Der Ansatz wäre – falls er klappen würde – revolutionär, denn es würde im Idealfall bedeuten, dass der Patient danach geheilt ist. Aktuelle Therapien können lediglich die Symptome bekämpfen.
Weitere Forschung nötig
Ob der Ansatz überhaupt funktioniert, ist derzeit aber ungewiss. Ein grosses Problem besteht zum Beispiel darin, dass Stammzellen Krebs auslösen können, falls sie in einer Behandlung nicht fachgerecht eingesetzt werden. Ein japanisches Forschungsteam hat bei dieser Hürde nun einen Erfolg verbuchen können: Sie haben embryonale Stammzellen zu Dopamin-produzierenden Zellen weiterentwickelt und diese dann in Affen getestet, die an Parkinson-ähnlichen Symptomen litten. Sechs Monate nach der Therapie haben sich die Symptome der kranken Affen tatsächlich verringert, die Bewegungen der Affen verbesserten sich markant. Die Dopamin-produzierenden Zellen haben sich wie gewünscht ins Gehirn der Affen integriert. Und: Die injizierten Zellen lösten keine Tumore aus. Die Forscher rechnen noch mit einigen Jahren, bis klinische Versuche mit Parkinson-Patienten beginnen könnten.
Quelle: Stem Cells, doi/10.1002/stem.1060
