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06.06.2012

Zunahme der Krebserkrankungen

Das Bundesamt für Statistik hat gestern die neusten Zahlen zu Krebserkrankungen in der Schweiz für die Jahre 2005 bis 2009 publiziert. Sie zeigen eine deutliche Zunahme an Neuerkrankungen sowie eine leichte Abnahme der Krebssterblichkeit.

Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in der Schweiz. 2009 starben über 16‘000 Menschen an Krebs. Das Bundesamt für Statistik hat gestern die neusten Krebsstatistiken für die Jahre 2005 bis 2009 veröffentlicht.

Anstieg der Krebsneuerkrankungen

Den Zahlen zufolge erkrankten in der Schweiz in diesem Zeitraum im jährlichen Mittel mehr als 36‘900 Menschen neu an Krebs. Gegenüber den Vergleichsjahren 1985 bis 1989 sind dies über 10‘000 Personen mehr. In der Westschweiz und im Tessin nahmen die Neuerkrankungen stärker zu als in der Deutschschweiz. Bei den Männern war Prostatakrebs mit jährlich 5‘900 Neuerkrankungen, bei den Frauen Brustkrebs mit 5‘388 neuen Fällen die am häufigsten neu gestellte Krebsdiagnose. Das Risiko, vor dem 70. Lebensjahr an Krebs zu erkranken, beträgt für die Frauen 5.7%, für die Männer rund 8%. Insbesondere bei den Männern ist es in der Westschweiz und im Tessin bedeutend höher als in der Deutschschweiz. Dies ist auf das relativ deutlich höhere Risiko für eine Krebserkrankung an Lunge, Bronchien oder Luftröhre zurückzuführen, das in der lateinischen Schweiz wohl aufgrund des stärkeren Tabakkonsums ausgeprägter ist.

Leicht abnehmende Krebssterblichkeit

In den untersuchten vier Jahren starben im jährlichen Mittel 7‘066 Frauen und 8‘756 Männer an einem Krebsleiden. Bei ersteren entspricht dies rund 185 Todesfällen pro 100‘000 Einwohnerinnen, bei letzteren beträgt diese Rate etwas mehr als 238 Todesfälle pro 100‘000 Einwohnern. Bei den Frauen war Brustkrebs mit 1‘343 Todesfällen die am häufigsten tödlich verlaufende Krebsart, bei den Männern war es Krebs an Lunge, Bronchien oder Luftröhre mit mehr als 2‘000 Todesfällen. Gegenüber dem Jahresmittel der Jahre 1985 bis 1989 starben jährlich 265 Männer weniger an diesen Krebsarten. Ein bedeutender Rückgang war mit jährlich 255 weniger Todesfällen auch bei Magenkrebs zu verzeichnen. Bei den Frauen starben jährlich 268 weniger an Brustkrebs als vor 20 Jahren. Während bei Männern eine bedeutende Abnahme der Todesfälle durch Krebs an Lunge, Bronchien oder Luftröhre festgestellt werden konnte, nahmen die Todesfälle bei Frauen um jährlich 550 zu. Hier spiegelt sich der Trend, dass immer mehr Frauen rauchen, während der Tabakkonsum bei Männern seit Jahren rückläufig ist.

Insgesamt zeigt sich, dass die Krebsmortalität im Vergleich zu den Jahren 1985 bis 1989 leicht gesunken ist (-1%). In der Deutschschweiz ist sie um 2.9% gesunken, in der lateinischen Schweiz hat sie um rund 4% zugenommen.

In der Schweiz erkranken immer mehr Menschen an #Krebs, die #Krebssterblichkeit nimmt leicht ab. http://bit.ly/JSox4e #iph
Krebsstatistik 2009
Krebsinzidenz und -mortalität in der Schweiz 2009, nach Geschlecht
 

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