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13. September 2016

Jahreskontrolle für den Diabetes

Der Diabetes kann Folgeschäden verursachen, die durch eine jährliche Untersuchung u.a. beim Diabetologen vorzeitig erkannt und dadurch schneller behandelt werden können.

Trotz der Empfehlung, den Körper auf Folgeschäden durch den Diabetes einmal im Jahr zu untersuchen, tue ich mir das nur alle zwei Jahre an. Solange ich mich gesund fühle und keine Einschränkungen habe, reicht mir das.

Jeweils zu Beginn der Untersuchung beim Diabetologen werden einige Blutröhrchen an Blut abgenommen, um darin Anzeichen auf Schilddrüsenfehlfunktionen, Nebennierenschäden etc. zu suchen. Erst danach folgt die eigentliche Untersuchung mit Fragen zu Körpermassen, Schlaf, Hypos und Auffälligkeiten im Diabetesalltag. Danach geht es ausgestreckt auf dem Untersuchungstisch weiter mit den Körperfunktionen wie z.B. Puls und Blutdruck messen, mit der Stimmgabel auf die Gelenke schlagen, mit einer feinen Spitze das Gefühl an den Füssen kontrollieren, Herz und Atem abhören, Bewegungskoordination (z.B. den Finger vom ausgestreckten Arm zur Nase zu bewegen) kontrollieren und ganz zum Schluss folgt ein EKG.

Ganze Wahrheit kommt auf den Tisch

Zum nachfolgenden Termin, ein bis zwei Wochen nach der Jahresuntersuchung, darf ich jeweils noch die erste Urinprobe nach dem Aufstehen mitbringen und etwas Blut zur HbA1c-Bestimmung abgeben. Bei der folgenden Besprechung der Resultate aus der Jahresuntersuchung mit dem Diabetologen kommt dann die ganze Wahrheit über meinen Umgang mit dem Diabetes auf den Tisch.

Jedes Mal, wenn es heisst, es seien keine Anzeichen auf Folgeschäden ersichtlich, ist es für mich eine Erleichterung und auch irgendwie ein Zeichen für den richtigen Umgang mit dem Diabetes. Wenn da heuer nicht ein grosses ABER nachgeschoben worden wäre: Der HbA1c liegt bei 8.1%. Autsch! Dieser Wert ist so schlecht wie vor vier Jahren, bevor ich auf die Insulinpumpe und das kontinuierliche Blutzuckermesssystem gewechselt habe. Das heisst, ich muss mich jetzt unbedingt wieder etwas mehr mit Sport und Basalratentests auseinandersetzen.

Kontrolle auch der Augen

Übrigens: Auch die Augen; Augendruck, Blickfeld, Sehschärfe und Schäden an den Blutäderchen sollten der Jahreskontrolle unterzogen werden. Der Augenarzt sollte danach unbedingt einen Bericht zuhanden des Diabetologen erstellen, damit alle Informationen über den Diabetes bei jemandem zusammenlaufen.

Zur Person Andreas Kläui: Seit Oktober 2008 führe ich einen eigenen Blog, in dem ich offen über meinen Diabetes, der mir im Sommer 2005 diagnostiziert wurde, schreibe. Mein Hobby beinhaltet nicht nur Diabetes, auch blogge ich einfach über mich – wie in einem Tagebuch. Ich freue mich auf einen Besuch bei mir im klaeuiblog.

http://bit.ly/2sxxqLB #iph
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