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20. Dezember 2017

Neuer Wirkstoff gegen Migräne

Dröhnende Kopfschmerzen, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit bis zum Erbrechen. Ein Forschungsteam hat einen Wirkstoff getestet, der die Anzahl der Attacken sowie deren Stärke bei einem grossen Teil der PatientInnen beinahe halbieren konnte.

Migräne ist eine der häufigsten Erkrankungen in westlichen Ländern. In der Schweiz sind etwa 10 Prozent der Bevölkerung davon betroffen, Frauen häufiger als Männer. Die Diagnose und Behandlung von Migräne ist nicht immer einfach, da die Schmerzen unterschiedlichste Ursachen haben können. Eine Heilung gibt es nicht.

Monoklonale Antikörper

Nun hat ein Forschungsteam einen monoklonalen Antikörper bei Personen getestet, die an chronischer Migräne leiden (PatientInnen mit mindestens 15 Kopfschmerztagen pro Monat, davon mindestens 8 mit Migräne). Der monoklonale Antikörper blockiert ein Molekül namens CGRP, das sich beim Ausbruch einer Migräne verbreitet. In einer Studie mit 955 PatientInnen reduzierte sich die Anzahl Migränetage bei rund 50 Prozent der betroffenen Personen um mehr als die Hälfte. Auch die Migränedauer wurde durch die Einnahme des Antikörpers signifikant verkürzt.

Verbesserte Lebensqualität

Die TeilnehmerInnen sprachen nach der sechsmonatigen Versuchsphase von einer verbesserten Lebensqualität, die ihnen den Alltag stark erleichtert. „Die Wirkung der Antikörper ist ein unglaublich wichtiger Schritt nach vorne für die Forschung und Behandlung von akuter Migräne“, so Professor Peter Goadsby vom King’s College in London. Das Forschungsteam möchte in weiteren Versuchen die langfristige Effizienz des Antikörpers testen.

http://bit.ly/2sCSekJ #iph
Migräne
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Habe Migräne seit mein 6 Lebensjahr

 

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