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29. Januar 2019

Pharma als Exportmotor

2018 wurden gemäss der Schweizer Zollstatistik Pharmaprodukte im Wert von 88 Milliarden Franken exportiert. 41 Milliarden, also rund die Hälfte davon, gingen in EU-Länder.

Trotz den weltwirtschaftlichen Unsicherheiten konnte sich die Pharmaindustrie im Jahr 2018 als Exportmotor der Schweizer Volkswirtschaft behaupten. Im Vergleich zum Vorjahr waren die Pharmaexporte 2018 um 5.3% angestiegen und beliefen sich auf ein Volumen von rund 88 Milliarden Schweizer Franken. Sie machten damit 38% des Gesamtexportvolumens der Schweiz aus. Auch die Importe haben mit 4.3% zugenommen und betrugen 2018 rund 37 Milliarden Franken.

Mehr als ein Drittel Pharmaexporte

Mit 38% aller Exporte war die pharmazeutische Industrie im Jahr 2018 die wichtigste Exportbranche der Schweiz. Die Exporte von Elektro- und Präzisionsinstrumente lagen mit rund 12% deutlich hinter den pharmazeutischen Exporten. Sowohl die Uhrenindustrie als auch die Maschinenindustrie, zwei weitere wichtige Pfeiler der Schweizer Exportwirtschaft, machten je rund 9% der Gesamtexporte aus. Der vergleichsweise hohe Anteil der Pharmaindustrie verdeutlicht ihre hohe volkswirtschaftliche Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Schweiz.

EU als wichtigste Exportdestination

Europa ist nach wie vor die wichtigste Exportdestination für pharmazeutische Produkte aus der Schweiz. Im Jahr 2018 gingen rund 41 Milliarden und somit 46% aller Pharmaexporte in europäische Länder. Obwohl dieser Anteil im Vergleich zu den letzten Jahren wertmässig gesunken ist, bedeutet das nicht, dass zwingend weniger Medikamente in die europäischen Länder geliefert wurden. Der im Vergleich zum Euro in den letzten Jahren überbewertete Franken führte dazu, dass in Europa zwar weniger Erlöse erzielt wurden, mengenmässig gab es jedoch im Vergleich zu den Vorjahren kaum Veränderungen.

Damit die exportorientierte Pharmaindustrie auch weiterhin ihren gewichtigen Beitrag zur Schweizer Volkswirtschaft leisten kann, sind die bilateralen Verträge von zentraler Bedeutung. Insbesondere das Abkommen über die technischen Handelshemmnisse, das den Zugang zum europäischen Markt erleichtert, spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn das Abkommen wegfallen würde, entstünden alte Handelsbarrieren. Dies hätte für die Unternehmen Produktionsunterbrüche und hohe Zusatzkosten zur Folge und würde schliesslich den Standortentscheid eines Unternehmens beeinflussen.

Rund 38% aller Schweizer Exporte kamen im Jahr 2018 aus der #Pharmaindustrie. Damit bleibt sie die wichtigste #Exportbranche der #Schweiz. http://bit.ly/2G5Uskm #iph
Rund 38% aller Schweizer Exporte waren im Jahr 2018 Pharmaprodukte.
Rund 38% aller Schweizer Exporte waren im Jahr 2018 Pharmaprodukte.

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