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20. Februar 2019

Patientenzugang und Innovation als Top-Priorität

Uneingeschränkter Zugang für Patienten zu neuen Therapien und die Förderung von Innovation im Gesundheitswesen sind wichtige Anliegen von Interpharma. Dr. Thomas Lang, Managing Director von MSD Schweiz, erzählt über die Prioritäten von Interpharma.

Herr Lang, Sie sind seit Beginn 2019 Vorsitzender des Executive Committee von Interpharma. Welche Themen beschäftigen Sie in dieser Funktion?

Das Executive Committee kümmert sich um die Politikfelder Patientenzugang, Marktzulassung und Gesundheitspolitik. Wir setzen uns für ein effizientes und qualitativ hochstehendes Gesundheitswesen ein, welches Patientinnen und Patienten raschen Zugang zu innovativen Therapien und Behandlungen bietet. Es sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Patienten eine erstklassige Gesundheitsversorgung bieten, Innovationen belohnen und es der Pharmaindustrie erlauben, einen bedeutenden Beitrag zu Wohlstand, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Schweiz zu leisten.

Welche Anliegen haben für Interpharma im Jahr 2019 Priorität?

Neben eines uneingeschränkten Zugangs für Patienten zu innovativen Behandlungen und Therapien, engagieren wir uns für die Entwicklung neuer, innovativer Preis- und Vergütungsmodelle. Aufgrund des rasanten medizinischen Fortschritts insbesondere in der Onkologie, braucht es mehr Flexibilität im bewährten Preisfestsetzungsmodell, um den Patientinnen und Patienten auch weiterhin den Zugang zu den neusten Therapien zu ermöglichen. Ebenfalls sollen im regulatorischen Bereich Zulassungszeiten und –prozesse optimiert werden. Von höchster Priorität ist zudem, dass Massnahmen zur Kostendämpfung vermieden werden, die den Zugang der Patienten zu Medikamenten und Therapien gefährden. Das erste Kostendämpfungspaket des Eidgenössischen Departement des Innern setzt einseitig bei den Kosten an und beinhaltet keine Ansätze für die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems aufgrund des medizinischen Fortschrittes. Interpharma unterstützt zwar drei Massnahmen im Grundsatz, fordert jedoch Korrekturen hin zur Qualitätsorientierung. Um unser qualitativ gutes Gesundheitswesen weiterzuentwickeln und gemeinsame Lösungen zu finden, muss der Dialog verstärkt werden. Hier setzt die StakeholderPlattform «SanteneXt» an, die von Interpharma mitbegründet wurde.

Was möchte die Plattform «santeneXt» erreichen? 

Das Gesundheitswesen braucht mehr Innovation. Es muss sich einer wachsenden Zahl chronisch kranker Menschen annehmen und deren Pflege und Betreuung sicherstellen. Gleichzeitig sollen Patientinnen und Patienten weiterhin Zugang zu medizinischem Fortschritt haben. Um dies zu ermöglichen, müssen Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung laufend gesteigert werden. Dies gelingt nur, wenn neue Ansätze erprobt werden. Oftmals arbeiten dabei mehrere Akteure zusammen: Leistungserbringer, Versicherer, Forschung, Industrie. SanteneXt will den Innovationsprozess zum Wohle der Patienten beschleunigen, in dem die Akteure des Gesundheitswesens gemeinsam aus ihren Erfahrungen lernen. Im Zentrum dieser Kooperation stehen konkrete Pilotprojekte, welche neue Lösungsansätze in einem beschränkten zeitlichen oder geografischen Rahmen erproben.

Dr. Thomas Lang ist Managing Director von MSD Schweiz und seit Januar 2019 Vorsitzender des Executive Committee von Interpharma.

Innovation, Qualität und ein uneingeschränkter Patientenzugang - Im Kurzinterview erläutert @ThomasLangDr, Managing Director von @MSD_Switzerland, welche Themen für #Interpharma Priorität haben. http://bit.ly/2DU2lXi #iph
Dr. Thomas Lang, Managing Director MSD Schweiz, neuer Vorsitzender Executive Committee Interpharma
Dr. Thomas Lang ist Managing Director von MSD Schweiz und seit Januar 2019 Vorsitzender des Executive Committee von Interpharma.
 

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