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23. April 2018

Das Original zu kaufen lohnt sich

Im Rahmen einer Aktionswoche am Flughafen Zürich macht STOP PIRACY Reisende auf die Risiken von Fälschungen aufmerksam und zeigt die Folgen von gefälschten Produkten auf.

Gefälscht und kopiert wird nahezu alles, was einen guten Namen hat: T-Shirts, Handtaschen, Uhren, Sportartikel, Medikamente, Mobiltelefone, Ersatzteile, Kosmetika, Nahrungsmittel und vieles mehr. Im Rahmen einer rund einwöchigen Aktionswoche am Flughafen Zürich macht STOP PIRACY, die Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie, auf die Risiken von Fälschungen und Piraterieprodukten aufmerksam. «Viele Konsumentinnen und Konsumenten sind sich nicht bewusst, dass sie mit dem Kauf von Fälschungen kriminelle Organisationen unterstützen», sagt Anastasia Li-Treyer, Präsidentin von STOP PIRACY.

Gefahr für die Gesundheit

Das vermeintliche «Schnäppchen» aus den Ferien oder dem Internet hat weitreichende Folgen. So stellen beispielsweise Medikamentenfälschungen eine ernste Gefahr für die Gesundheit dar. Medikamentenfälschungen können den richtigen Wirkstoff enthalten, jedoch in zu hoher oder zu niedriger Dosierung oder in verunreinigter Form. Gefährlich werden kann es aber auch, wenn von den erwarteten Wirkstoffen nicht die geringste Spur vorhanden ist. Neben der Sicherheit und der Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten sind aber von den kriminellen Machenschaften der Fälscher auch die öffentliche Hand sowie die Hersteller des Originals betroffen. Diese werden um Steuereinnahmen beziehungsweise um den gerechten Lohn für ihre Arbeit betrogen. Stattdessen stecken die Fälscher ihre Milliardengewinne in zahlreiche andere illegale Aktivitäten wie beispielsweise den Drogen- oder den Menschenhandel.

Import von Fälschungen ist verboten

Kommt hinzu, dass der Import von Fälschungen in die Schweiz verboten ist. Der Zoll kann gefälschte Waren einziehen und vernichten, auch wenn es sich «lediglich» um ein kleines Souvenir zum Privatgebrauch handelt. Letztes Jahr stellten die Zöllner am Flughafen Zürich 380 Sendungen mit gefälschten Markenartikeln sicher. Am häufigsten werden im Reiseverkehr Taschen, Uhren, Schmuck, Brillen und Bekleidungsstücke eingezogen und vernichtet. Die meisten dieser Fälschungen stammen aus dem EU-Raum sowie der Türkei und werden oft in Asien hergestellt.

Um das Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken von gefälschten Arzneimitteln zu erhöhen, ist Interpharma Mitglied bei STOP PIRACY, der Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie. Jährlich wird mit Kampagnen und Anlässen – wie Zerstörungs- und Entsorgungsaktionen oder aktuell der Sonderausstellung im Zollmuseum Gandria – auf die Fälschungsproblematik aufmerksam gemacht. So hatten Konsumenten in den Jahren 2008 und 2011 beispielsweise die Möglichkeit, sich in Schweizer Apotheken über mögliche Risiken, die von im Internet gekauften Arzneimitteln ausgehen, zu informieren und illegal erworbene Arzneimittel zur Beurteilung mitzubringen.

Der Informationsstand von STOP PIRACY befindet sich im Airport Center auf Level 0 und ist bis am 29. April täglich von 09.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. Es werden zahlreichen Fälschungsexponate wie Autobremsen, Kleider, Mobiltelefone, Medikamente, Sportartikel, etc. gezeigt und Besucher können sich vor Ort über die Hintergründe und Risiken von Fälschungen und Piraterieprodukten informieren.

http://bit.ly/2kTRQdk #iph
STOP PIRACY Flughafenaktion
Am Informationsstand von STOP PIRACY am Flughafen Zürich werden zahlreichen Fälschungsexponate wie Autobremsen, Kleider, Mobiltelefone, Medikamente, Sportartikel, etc. gezeigt und Besucher können sich vor Ort über die Hintergründe und Risiken von Fälschungen und Piraterieprodukten informieren.
 

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