Themen

29. Mai 2018

Auf der Spur des Täters

Das mobile Genlabor vermittelt interessierten Schulklassen einen praktischen Einblick in die Molekularbiologie. Unter Anleitung lernen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, winzige DNA-Mengen zu vermehren und auszuwerten.

Mit dem mobilen Genlabor bietet der Verein «Forschung für Leben» seit Jahren Schulbesuche zum Thema Gentechnologie an. Diese Kurse verbinden Praxis und Theorie und eröffnen den Schülerinnen und Schüler einen authentischen Einblick in die aktuelle Forschung auf dem Gebiet der Molekularbiologie. Neben dem Kurs «Gentechnologie verstehen» wird neu ein weiterer Kurs zum Thema «DNA-Tatortanalyse» durchgeführt.

DNA-Analyse im Schulzimmer

Die Hintergrundgeschichte zum Kurs «DNA-Tatortanalyse» ist jeweils auf die entsprechende Schulklasse ausgerichtet. So wurde beispielsweise im Gymnasium Muristalden in Bern bei der letzten Veranstaltung der Schul-Safe geknackt und verschiedene Personen wurden verdächtigt. War es möglicherweise der Rektor, der erst kürzlich mit einem neuen Tesla gesichtet wurde oder doch eher der Abwart, der gerade ein neues Haus baut und seine Schulden abzahlen muss? Glücklicherweise wurden jedoch am Tatort Fingerabdrücke gefunden, die mit der DNA der verdächtigten Personen abgeglichen werden können. Dadurch kann der Täter in wenigen Stunden identifiziert und überführt werden.

In diesem Kurs führen die Schülerinnen und Schüler mittels Polymerase-Chain-Reaction (PCR) und Gel-Elektrophorese eine DNA-Analyse durch und werten diese gemeinsam mit einer fachkundigen Lehrperson aus. Dabei wird den Teilnehmenden die Theorie zum genetischen Fingerabdruck vermittelt und die praktische Handhabung einer der wichtigsten molekularbiologischen Methoden zur Vermehrung winziger DNA-Mengen sowie deren Bedeutung in der Forschung, Kriminalistik und Industrie aufgezeigt.

Erfolgreiche Durchführung

Im letzten Jahr wurden rund 20 Kurse in der ganzen Schweiz durchgeführt. Die Kurse richten sich primär an Gymnasialklassen ab dem 10. Schuljahr, ein molekularbiologisches Grundwissen der Schülerinnen und Schüler wird vorausgesetzt. Eine weitere Möglichkeit der praktischen Auseinandersetzung mit dem Thema Gentechnologie ist neben dem mobilen Genlabor das stationäre Genlabor, welches der Verein «Forschung für Leben» in Zusammenarbeit mit dem «Life Science Learning Center» der Universität und ETH Zürich betreibt.

Mehr Informationen sowohl zum stationären als auch zum mobilen Genlabor finden Sie auf der Webseite des «Verein Forschung für Leben».

http://bit.ly/2kTRPWO #iph
DNA-Analyse von Fingerabdrücken
DNA-Analyse von Fingerabdrücken
 

Weitere Themen