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26. September 2018

«Was bringt mir der medizinische Fortschritt»

Anlässlich des dritten Turmgesprächs von Roche wurde die Frage diskutiert «Was bringt mir der medizinische Fortschritt”. Ein Thema, das uns alle betrifft, denn jeder von uns kann erkranken und auf medizinische Versorgung angewiesen sein.

Gesundheit ist unser wertvollstes Gut, sagen wir gerne. Und wenn wir erkranken, wünschen wir uns eine bestmögliche Behandlung, die das Leiden lindert oder die Krankheit gar heilt. «Was bringt mir der medizinische Fortschritt», war das Thema des dritten Turmgesprächs von Roche. «Der medizinische Fortschritt gibt mir Hoffnung, dass die Lebensqualität meiner Tochter trotz schwerer Krankheit verbessert werden kann», sagte Nicole Gusset, Präsidentin der Patientenorganisation für spinale Muskelatrophie SMA und Mutter einer Tochter, die an SMA leidet. Zentral ist für sie, dass die Bedürfnisse der Patienten bereits in der Forschung frühzeitig einbezogen werden und zwischen Arzt und Patient ein partnerschaftliches Verhältnis besteht. Dass sich die Rolle des Patienten in den vergangenen Jahren stark gewandelt hat und gleichzeitig die Komplexität gestiegen ist, darin waren sich die anwesenden Experten einig. Wichtig seien für den Patienten Entscheidungshilfen, betonte Ethikerin Nikola Biller-Andorno, vom Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich und plädierte dafür, dem Patienten genügend Raum zu geben, um seine individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen.

Personalisierte Medizin: Besser auf den Patienten zugeschnitten

Aufgrund der personalisierten Medizin gelingt es immer öfter, Krankheiten, wie Krebs, sehr gezielt und individualisiert zu behandeln. Die personalisierte Medizin ist ein Überbegriff für die Strategie, Medikamente zu entwickeln, die besser auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind, das heisst, massgeschneiderte Therapien je nach Stadium der Erkrankung und genetischem Subtyp. Als Beispiel für eine erfolgreiche Anwendung der personalisierten Medizin nannte Oliver Bleck, Geschäftsführer Roche Pharma Schweiz AG, Brustkrebs. Rund ein Viertel aller Brustkrebspatientinnen produziert in Krebszellen das Protein HER2 im Übermass. Als Folge davon leiden HER2-positive Patientinnen an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs. Für diese Patientinnen – und nur für diese – gibt es einen erfolgreichen Wirkstoff, der das HER2-Protein bindet und die Krankheit verlangsamt oder stoppt.

Experten erhoffen sich von der personalisierten Medizin nicht nur optimalere Therapien, sondern auch präzisere Diagnosen. «Aufgrund des technologischen Wandels und der Digitalisierung stehen uns heute grosse Datenmengen zur Verfügung, die wir für die Diagnostik und Behandlung nutzen können», erläuterte Holger Moch, Facharzt FMH für Pathologie am Universitätsspital Zürich und erwähnte beispielhaft ein weltumspannendes Tumorboard.

Ludwig Kappos, Chefarzt Neurologische Klinik und Poliklinik am Universitätsspital Basel, zeigte, wie es anhand einer App gelingt, den Verlauf einer MS Erkrankung genauer zu erfassen. Patienten werden über die App aufgefordert, verschiedene Formen nachzuzeichnen. Die Veränderungen der motorischen Fähigkeiten werden aufgezeichnet und mitunter aufgrund dieser Daten kann es zu einer Anpassung der Therapie kommen.  

Bestmögliche Behandlung für alle

Dass auch in Zukunft in der Schweiz alle Patienten Zugang zur bestmöglichen Behandlung haben, dafür möchten sich die am Turmgespräch anwesenden Experten auch künftig einsetzen. Die beste Medizin soll allen zugänglich sein.

Roche lädt im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Turmgespräche» die Bevölkerung zu einem Austausch zu aktuellen, visionären und teilweise auch kontroversen Themen ein und möchten zum Nachfragen, Mitdenken, Philosophieren und Diskutieren anregen.

#Turmgespräche: Dank medizinischem Fortschritt Krankheiten gezielt und individualisiert behandeln. @roche_schweiz http://bit.ly/2xQ1BiJ #iph
Turmgespräche Roche
Roche lud gestern zum dritten Turmgespräch ein.
 

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