Themen

17. Mai 2019

Den Patienten einen raschen Zugang zu Innovationen sichern

René Buholzer, CEO von Interpharma, nahm am «Forum Gesundheitswirtschaft Basel» teil und legte dar, welchen Beitrag die Pharmaindustrie leistet, damit Patienten und die Gesellschaft auch künftig von innovativen Therapien profitieren können.

Gestern fand in Basel zum achten Mal das «Forum Gesundheitswirtschaft Basel» statt. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft und Politik diskutierten in diesem Rahmen zum Thema «Industrialisierung der Gesundheit? Neue Modelle für ein produktiveres Gesundheitswesen». Wie kann das Gesundheitswesen – vor dem Hintergrund stetig steigender Kosten – effizienter werden? Welches sind mögliche Lösungsansätze zur sinnvollen Qualitäts- und Effizienzsteigerung? Waren einige der Fragen, die diskutiert wurden.

«Interpharma setzt sich dafür ein, dass alle Patienten über die Grundversicherung schnellen und breiten Zugang zu innovativen Therapien haben. In einem der teuersten Gesundheitswesen der Welt darf dies vom Patient auch erwartet werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss die Qualität des Schweizer Gesundheitswesen weiter gestärkt werden. Damit dies jedoch möglich und auch in Zukunft finanzierbar bleibt, sind alle Akteure des Gesundheitswesens gefordert, ihren Beitrag zu leisten», sagte René Buholzer, CEO von Interpharma. Die Pharmabranche steht zur dreijährlichen Preisüberprüfung und leistet damit bereits heute einen gewichtigen und überproportionalen Beitrag zur Dämpfung der Gesundheitskosten. Sie ist der einzige Akteur im Gesundheitswesen mit regelmässigen institutionalisierten Kostendämpfungsmassnahmen.
Die forschenden Pharmafirmen sind bereit, auch künftig ihren Beitrag zu einem nachhaltigen, qualitativ hochstehenden Gesundheitswesen zu leisten. Denn, dank neuer Medikamente wurden beachtliche Fortschritte in der Behandlung vieler Krankheiten erzielt. Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der die Pharmaindustrie viele neue und wirksame, teils sogar heilende Medikamente auf den Markt bringt. Das sind grossartige Neuigkeiten für die Patienten.

Patienten und die Gesellschaft profitieren von Innovationen

Der Nutzen von innovativen Therapien beschränkt sich nicht nur auf die Ebene des medizinischen Nutzes, auch die Volkswirtschaft und die gesamte Gesellschaft profitiert: Etwa, wenn Migränepatienten dank eines neuen Medikaments nicht für Tage ausfallen, sondern rasch wieder zur Arbeit gehen können oder wenn ein Patient dank besserer Medizin das Spital früher verlassen kann. Auch der wirtschaftliche Nutzen der Pharmaindustrie ist nicht ausser Acht zu lassen. Mit einem Anteil von knapp 40% (2017) ist die Pharmaindustrie die wichtigste Exportbranche der Schweiz und trägt mit der Generierung von 7,8% (2016) des BIPs massgeblich zum Wohlstand der Schweiz bei. «Eine gesamtheitliche Betrachtungsweise in der Preis- und Kostendiskussion ist deshalb überfällig», betonte René Buholzer und stimmte Preisüberwacher Stefan Meierhans zu, dass Fehlanreize eliminiert werden müssen. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie Fehlanreize definiert werden.

Nutzenbasierte Preisfestsetzung und Multi-Stakeholder Kooperationen sind entscheidend

Der medizinische Nutzen soll bei der Marktzulassung als auch bei der Preisfestsetzung stets an erster Stelle stehen. Aktuell ist dies nicht der Fall. Auch stösst das ansonsten bewährte Preissystem - «eine Pille für eine Krankheit mit einem Einheitspreis» -  an seine Grenzen und ist nicht geeignet, gute Lösungen für die Vergütung von innovativen Therapien zu finden. Wir setzen uns dafür ein, mit nutzenbasierten Preis- und Vergütungsmodellen Lösungen zu vereinbaren, um auch in Zukunft den Patientenzugang zu innovativen Therapien zu ermöglichen, um unser solidarisches Gesundheitssystem zu sichern.
Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer darin, dass alle Akteure des Gesundheitswesens einen Beitrag leisten müssen, damit sich die Patienten auch in Zukunft auf das Schweizer Gesundheitswesen verlassen können und dieses eines der besten der Welt bleibt.  Wichtig sind dafür Projekte, welche die Qualität und Effizienz der Leistungen erhöhen. Diesen Ansatz lebt Interpharma und die Krankenversicherung SWICA mit der Multistakeholder-Plattform und dem Do-Tank «santeneXt» vor. Innovation im Gesundheitssystem erreichen wir also nur durch Kooperation und Wissenstransfer unter den verschiedenen Akteuren.

Patienten und Gesellschaft profitieren von innovativen Therapien #FGWB19 #Pharmaindustrie #Innovation http://bit.ly/2Hw1he6 #iph
Forum Gesundheitswirtschft 2019
Forum Gesundheitswirtschaft Basel "Industrialisierung der Gesundheit? Neue Modelle für ein produktiveres Gesundheitswesen"

Weitere Themen