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10. Oktober 2019

Patentschutz fördert den medizinischen Fortschritt

Die Schweiz ist seit Jahren Spitzenreiterin bei den pharmazeutischen Patentanmeldungen. Für den Forschungs- und Pharmastandort Schweiz ist ein umfassender Patentschutz von grundlegender Bedeutung.

Patente erlauben es, eine Erfindung während der Patentschutzdauer von 20 Jahren kommerziell exklusiv zu nutzen. Als Gegenleistung müssen die Forschungs-  und Entwicklungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, was den technologischen Fortschritt fördert. Dritte können von der gewerblichen Nutzung der patentierten Erfindung ausgeschlossen und die Nutzung kann gegen Entgelt in Lizenz gewährt werden. Bei Medikamenten ist die Patentlaufzeit wegen der Dauer der Entwicklung und des behördlichen Marktzulassungsverfahrens faktisch auf höchstens 15 Jahre reduziert.

Anreiz für Innovation

Durch den Patentschutz werden die für Forschung und Entwicklung getätigten Investitionen geschützt und Anreize für weitere Innovationen geschaffen, denn die Entwicklung neuer Medikamente ist zeitaufwendig und teuer und die Pharmafirmen tragen das Forschungsrisiko allein. Der Forschungs- und Entwicklungsprozess kostet in der Regel rund eine Milliarde Franken und dauert zwischen zehn und fünfzehn Jahren. Dabei wird aus durchschnittlich 10’000 Substanzen die Substanz des neuen Arzneimittels evaluiert. Zudem lässt sich der Herstellungsprozess eines Medikaments relativ leicht nachahmen. Vor diesem Hintergrund ist das Patentgesetz, das den Schutz biotechnologischer Erfindungen präzisiert, für die Pharma- und Biotechfirmen in der Schweiz von höchster Bedeutung.
Neben dem Schutz der eigentlichen Erfindung stellt der Schutz der von den Gesundheitsbehörden geforderten Daten aus präklinischen und klinischen Studien (Erstanmelderschutz) sicher, dass sich während der Schutzperiode nach der Marktzulassung kein anderes Unternehmen auf diese Daten beziehen und sie kommerziell nutzen kann.

Schweiz ist Nummer 1

Gerade für ein Land wie die Schweiz, das über keine Rohstoffe verfügt, sind Wissen und Know-how wichtiges Kapital. In der pharmazeutischen Forschung wurden aus der Schweiz zwischen 2014 und 2018 im Schnitt über 48 Patente pro Million Einwohner und Jahr angemeldet. Das sind rund doppelt so viele wie in Dänemark und fast fünf Mal so viele wie in den Niederlanden.

Mit beinahe 50 #Patente pro Million Einwohner und Jahr zwischen 2014 -2018 ist die Schweiz Spitzenreiterin bei den pharmazeutischen #Patentanmeldungen. http://bit.ly/2AV6NUy #iph
Nur dank Investitionen in Forschung und Entwicklung entstehen neue Medikamente.

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