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4. November 2019

Rückgang der Krebssterblichkeit dank Innovation

Seit vielen Jahren sind Krebserkrankungen nach den Herz-Kreislauf-Krankheiten die häufigste Todesursache in der Schweiz. In den letzten Jahren ist die Zahl der Todesfälle, die auf Krebs zurückzuführen sind, jedoch stetig gesunken.

Zwischen 2011 und 2015 erkrankten jährlich insgesamt rund 40'000 Personen (Frauen: 18'700, Männer: 21'800) in der Schweiz an Krebs. Rund die Hälfte aller Erkrankungen betrafen die Prostata, die Brustdrüse, den Dickdarm und die Lunge. Krebserkrankungen können in jedem Alter auftreten, doch das Risiko nimmt mit zunehmenden Alter zu. Das Risiko vor dem 70. Lebensjahr an Krebs zu erkranken, liegt bei den Männern bei beinahe einem Viertel und bei den Frauen bei leicht über 20%. Fast die Hälfte der Männer und rund 42% aller Frauen muss damit rechnen, dass sie im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken.

Sinkende Krebssterblichkeit

Jedes Jahr starben in der Schweiz zwischen 2011 bis 2015 rund 16'700 Personen an Krebs. Bei den Männern ist Lungenkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache, während bei Frauen der Brustkrebs am häufigsten zum Tode führt. In den letzten 30 Jahren sind die altersstandardisierten Sterberaten deutlich zurückgegangen. Bei den Männern ist ein Rückgang der Sterblichkeit von 37% und bei den Frauen von 27% sichtbar.  Heute ist das Risiko für eine Frau an Krebs zu sterben also rund ein Viertel tiefer als für die gleiche Frau vor 30 Jahren.
Betrachtet man die 5-Jahres-Überlebensrate, liegt der Wert bei Frauen bei 65% und bei Männern bei 61%. Dies bedeutet, dass 65% der Frauen bzw. 61% der Männer, bei denen Krebs diagnostiziert wurde, fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben sind. Allerdings bestehen bei den Überlebensraten deutliche Unterschiede bei den Krebsarten. Krebs der Leber, der Lunge, der Bauchspeicheldrüse oder akute Leukämie haben eine schlechtere Prognose als Brust- und Prostatakrebs oder Krebs der Schilddrüse.

Früherkennung, Prävention und Zugang zu Innovation erhöht die Überlebenschancen bei Krebs

Eine entscheidende Rolle bei Krebs spielen Prävention, eine frühe Diagnose und der Zugang zu einer modernen Behandlung. In Ländern, in denen Krebspatientinnen und –patienten schnellen Zugang zu neuen Medikamenten haben, sind die Überlebensraten am grössten. Denn die neuen Medikamente und Therapien, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, haben bei zahlreichen Krebsarten schrittweise zu einer deutlichen Lebensverlängerung geführt und die Lebensqualität der Betroffenen markant gesteigert. Deswegen ist es zentral, dass alle Patientinnen und Patienten möglichst raschen Zugang zu Medikamenten haben.

In den letzten Jahren hat die #Krebssterblichkeit in der Schweiz stark abgenommen. Gründe dafür sind die #Prävention, die #Früherkennung und innovative #Medikamente. http://bit.ly/2WL966L #iph
Krebs insgesamt, Männer und Frauen, Zeitliche Entwicklung
Krebs insgesamt, Männer und Frauen, Zeitliche Entwicklung Datenquellen: Todesursachenstatistik (Stand der Sterbedaten vom 02.10.2017), National Institute for Cancer Epidemiology and Registration, kantonale Krebsregister

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